Selbstmanagement – Grundlage des Gedächtnistrainings

Während meiner Studienzeit sagte mir einmal ein gebildeter Freund: „Eigentlich muss man im Leben nur 10 Bücher gelesen haben“. Ich war verblüfft darüber, hatte ich doch schon mehrere hundert Bücher in meinem jungen Leben gelesen und kein einziges missen wollen. Trotzdem hatte er irgendwie Recht, und das „irgendwie“ hat mich lange nicht losgelassen. Später kam ich drauf: um mit diesen 10 Büchern völlig zufrieden sein zu können, muss man vorher tausend Bücher gelesen haben, um diese 10 auswählen zu können.

Genauso geht es mit effizienter Arbeit. Um die Grundlage zu schaffen für minimalistisches Arbeiten, muss man zunächst Aufwand treiben. Genauso wie die Basis für effektives Gedächtnistraining, so ist auch für effektives Arbeiten eine Grund-Ordnung das Wichtigste. Warum das so ist, zeigt sich schnell.

Mal angenommen, Sie wollen einen Artikel schreiben, z. B. über minimalistisches Arbeiten. Sie haben sich in Gedanken schon einige Tage lang damit beschäftigt und auch ein paar Notizen gemacht. Nun suchen Sie in den Unterlagen auf dem Schreibtisch nach diesen Notizen. Dabei fällt Ihnen der Steuerbescheid von 2015 in die Hände, die neue Adresse einer Freundin, ein Kalender, das Programm der vergangenen Ruhrtrienale („Ach, da liegt das!“). Sie sind abgelenkt – „eigentlich“ hat der Steuerbescheid unter „S“ im Aktenordner A-S seinen Platz (oder unter „F“ wie Finanzamt), „eigentlich“ liegen Veranstaltungsprogramme immer im Wohnzimmer im untersten Fach eines Bücherregals, und die Adresse der Freundin wollten Sie längst ins Adressbuch eintragen, weil Sie die „Zettelwirtschaft „eigentlich“ hassen. Diese Dinge immer „sofort“, oder wie man heute sagt, „zeitnah“ zu erledigen, braucht nur ein paar Minuten und schafft eben diese Grundlage, die man zum Arbeiten braucht.

Und dann hat man auch einen klaren Kopf! Denn es gehen einem nicht noch die tausend Dinge durch den Sinn, die man ja auch noch tun will. Kein Ärger über den unaufgeräumten Schreibtisch und die verschwundenen Notizen regt Sie auf. Und nun haben Sie die Wahl. Schreiben Sie jetzt aus dem Gedächtnis irgendwas, und wenn der Artikel (es eilt natürlich) dann beim Verlag ist, räumen Sie auf – oder rufen Sie den Verlag an, bitten um 24 Stunden Aufschub und räumen erst auf?

Mein Rat: tun Sie beides! Schreiben Sie ihren Artikel, und dann beginnen Sie mit dem ersten Kapitel „Selbstmanagement“ – so heißt heutzutage das Aufräumen (sowohl im Kopf als auch auf dem Schreibtisch). Erst wenn Sie aus dem Stapel Papier auf Ihrem Schreibtisch drei kleinere Stapel gemacht haben: dringend – wichtig – hat Zeit, und wenn Sie diese Stapel dann noch einmal unterteilen in Sachgebiete: Versicherungen, Finanzamt, Rechnungen, Auto, und wenn Sie sich dann ans Aufräumen machen, ist ein Teil der Frustration bereits weg. Denn erstens brauchen Sie den Ordner „Versicherungen“ nur einmal, weil Sie die fünf Versicherungsschreiben oder -dokumente bereits vorsortiert haben (das bekommt auch dem Aktenordner gut). Zweitens haben Sie inzwischen mindestens 10 Zettel gefunden, die sich inzwischen erledigt haben. Und drittens: es ist ein tolles Gefühl, angefangen zu haben.

Die erste Euphorie wird aber nicht bleiben. Wenn Sie morgen die Fortsetzung der Aufräumarbeiten angehen, haben Sie vielleicht keine Lust. Da hilft nur eins: Disziplin. Oje, welch‘ schreckliches Wort. Reden wir es uns doch „schön“. „Disziplin“ kommt aus dem Lateinischen „disciplina“ und heißt Erziehung, Zucht, Unterricht, Kenntnis, Wissen, Lehrmethode. Ein „discipulus“ ist ein Schüler, d. h. einer, der lernt. Und bei der Selbstdisziplin, die Sie jetzt brauchen, sind Sie Ihr eigener Lehrer. Das entschärft die Sache doch schon mal. Unterricht hat aber so seine Ordnung. Ein Schulstunde dauert im Allgemeinen 45 Minuten. Und hier setzen Sie an. Stellen Sie sich am nächsten Morgen Ihren Kurzzeitwecker auf 45 Minuten und setzen Sie Ihre Aufräumarbeiten fort, auch (und vor allem), wenn Sie keine Lust haben. Tun Sie nichts anderes, auch nicht mal eben den Müll raus bringen oder die Geschirrspülmaschine ausräumen. Konzentrieren Sie sich auf diese Arbeit und machen Sie sie gern, z. B. indem Sie sich darauf freuen, wenn die Zeit um ist! Und planen Sie auch schon, sich anschließend zu belohnen: mit einer Tasse Kaffee, einem Spaziergang, einer Runde Solitaire auf dem PC, einer halben Stunde Lesen usw. Sie werden eine interessante Erfahrung machen: wenn dann der Wecker klingelt, kann es sein, dass Sie „gerade so schön dran“ sind und noch eine Weile weiter machen (bitte nur bis zur Lustlosigkeit, denn Ihr Soll haben Sie ja schon erfüllt), oder dass Sie mit einem Glücksgefühl aufhören und beginnen, Freude daran zu finden – vielleicht nicht am Aufräumen, sondern an dem Spiel, das Sie daraus gemacht haben.

Angenommen, Sie haben auf diese Weise Ihre Ordnung bereits geschaffen. Und nun klingelt das Telefon: Sie sollen einen Artikel schreiben. Nun wird Ihre Vorgehensweise anders aussehen. Sie haben nämlich jetzt die Voraussetzungen für minimalistisches Arbeiten geschaffen. Sie werden sich das Thema aufschreiben und das Datum des Redaktionsschlusses (gleich in den Kalender). Anschließend werden Sie sich auf dem Balkon in die Sonne setzen und über das Thema nachdenken. Dann werden Sie in Ihrem Arbeitszimmer den einen oder anderen Aktenordner mit den entsprechenden Themen oder Aufzeichnungen herausnehmen, die entsprechenden Ordner auf Ihrem PC öffnen, einige Zeilen lesen. Dann werden Sie gleich anfangen können zu schreiben, denn das äußere Aufräumen hat auch eine innere Ordnung zur Folge. Wahrscheinlich stellen Sie fest, dass ihnen noch nie ein Artikel so leicht von der Hand gegangen ist wie dieser. Sie haben ihn mit Freude geschrieben, sozusagen spielerisch.

Und hier sind Sie am Ziel. Was immer Sie in der Zukunft tun müssen, Sie werden durch die Basis Ihrer Ordnung minimalistisch, d. h. mit dem geringsten Aufwand arbeiten können – und das macht Spaß, weil es spielerisch geht.

Steigern können Sie diese Effizienz anschließend dadurch, dass Sie sich die Mnemotechniken und Bildtechniken des ganzheitlichen Gedächtnistrainings aneignen. Dann sind Sie der Regisseur in Ihrem Leben und gleichzeitig der Besitzer eines ganz neuen Lebensgefühls!

 

Ist Astrologie Hokuspokus?

Ein Astrologe schaut eine Weile auf Ihr Horoskop und fragt dann:
„Sind Sie mit acht Jahren mal krank gewesen?“
Verblüfft antworten Sie: „Ja“.
„Mandelentzündung?“
„Woher wissen Sie das?“
„Und das ist operiert worden.“
„Ja.“ Ihnen fehlen die Worte. Sie schauen auf die bunten Zeichen des Tierkreises, auf die zum Teil bekannten Planetensymbole, auf Striche, Dreiecke und Quadrate und verstehen die Welt nicht mehr. Eigentlich wollten Sie ja nur wissen, was Sie gegen Ihre permanente Müdigkeit machen sollen, unter der Sie seit einem halben Jahr leiden. Ärzte und Heilpraktiker konnten Ihnen nicht helfen, und der Astrologe war Ihnen empfohlen worden. In der Verzweiflung greift man halt auch mal zu ungewöhnlichen Methoden.

Der Astrologe erklärt Ihnen, dass sich vor einem halben Jahr eine Konstellation ausgelöst hat, auf die Sie mit Müdigkeit reagieren. „Übernehmen Sie sich jetzt nicht, ernähren Sie sich gesund und bewegen Sie sich viel an der frischen Luft. Lassen Sie Ihre Arbeit langsam angehen. In 6 Wochen ist das überwunden.“ Und er fügt noch hinzu: „Gut, dass die Ärzte nicht eingegriffen haben; dadurch wäre der Selbstheilungsprozess erheblich behindert, wenn nicht sogar verhindert worden.“

Eine solche Szene ist ungewöhnlich, sozusagen unglaublich, schwer vorstellbar. Aber immer wieder hört man von solcher Art Diagnosen. Was Menschen heute unter Astrologie verstehen, hat mit dem, was bis vor etwa 200 Jahren für jeden Arzt selbstverständlich und verpflichtend war, nichts mehr zu tun. Die Menschen lebten noch viel mehr mit der Natur im Einklang. Andererseits hatten sie die technischen Hilfsmittel nicht, die wir heute haben, und haben alles lange beobachtet, bevor sie zu einem Ergebnis kamen. So wie der Priester in der katholischen Kirche die Hostie hebt, sich zu den Gläubigen wendet und sagt: „Hoc est enim corpus meum“ – „Das ist mein Leib“ (nämlich der Leib Christi), so haben die Menschen das Latein des Priesters nicht verstanden und daraus das Wort „Hokuspokus“ gemacht. Es ist also ein tieferes Wissen, das ihnen vorenthalten wurde und das durch die fremde Sprache unverständlich gemacht wurde: eben Hokuspokus!

Du bist, was du isst!

Über das Thema „Ernährung“ wird täglich geredet, und es ist aktueller denn je. Und immer wieder begegnen uns in diesem Zusammenhang Tipps wie: „Man sollte jeden Tag ein Glas Rotwein trinken“, oder: „Knoblauch sollte man viel essen.“ Dann wieder werden Möhren empfohlen wegen des hohen Vitamin-A-Gehalts. Es wird vor Zucker gewarnt, weil der dem Körper wichtige Stoffe entzieht. Dann heißt es, Kaffee sei ungesund, dann wieder, Kaffee sei gut. Es wird vor Schokolade gewarnt, gleichzeitig wird sie empfohlen. Und vor allem wird betont, dass man viel trinken soll. Woher kommt das?

Alle diese Empfehlungen sind richtig, aber nicht für jeden Menschen. Was man dem solaren Atemtyp empfiehlt, gilt in keinem Fall für den lunaren Atemtyp. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Bei typenrichtiger Einatmungsbetonung verbrennt der lunare die aufgenommene Nahrung anders als der solare Typ mit seiner Ausatmungsbetonung.

Auch die Aussage von Menschen: „Aber ich vertrage das doch, auch wenn es nicht typenrichtig ist“, ist gefährlich. Eine Fehlernährung kommt nicht immer zu Tragen, z. B. wenn man sich körperlich richtig verhält, sich entsprechend seinem Typ bewegt, die Schlafenszeiten einhält und im richtigen Lebensraum wohnt. Wenn dann noch der Beruf den eigenen Typ unterstützt, fällt die eine oder andere Ernährungssünde nicht ins Gewicht. Außerdem gibt es Nahrungsmittel, die für beide Typen gut und bekömmlich sind. Wenn aber bereits Probleme vorliegen (Übergewicht, Atem- oder Herzprobleme, Bewegungsschwäche, allgemeines Unwohlsein), spielt jedes Detail eine Rolle. Die grundlegende Orientierung an der typenrichtigen Ernährung ist dann wichtig und verändert das Essverhalten. Gleichzeitig werden die Geschmacksknospen der Zunge beeinflusst, so dass der Heißhunger auf die geliebte Schokolade plötzlich nicht mehr da ist, was sowohl der Figur als auch dem Geldbeutel gut tut.

Die Überschrift basiert auf dem Zitat „Der Mensch ist, was er isst“ des deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach (1804–1872). Es entspricht der asiatischen Weisheit: „Die Ernährung ist die Grundlage der Gesundheit.“

Homepage im neuen Kleid

Wer meine neue Homepage ansieht, wird viele Bereiche wieder erkennen, einiges vermissen und über Hinzugekommenes staunen.

Vermissen werden Sie den großen Bereich als Opern- und Konzertsängerin. Er gehört natürlich weiterhin zu meinem Leben dazu und hat mich nachhaltig geformt. Aber ich trete nicht mehr in Konzerten oder Opernpartien auf, und so finden Sie nur noch einiges, das an meine Künstlerlaufbahn freundlich erinnert.

Hinzugekommen ist das Angebot, für Sie zu schreiben: das, was Sie der Familie, Freunden oder der Welt erzählen möchten, oder einen Roman, ein Sachbuch, Kurzgeschichten, Anekdoten – alles, was Sie nicht selbst schreiben können, entweder weil Ihnen die Übung fehlt oder weil das, was Sie zu sagen haben, Sie zu sehr belastet.

Auch hinzugekommen ist der Bereich Astrologie, der für mich immer wieder Fragen aufgeworfen hat. Wie können tausende von Menschen „gleich“ sein, nur weil sie in genau den vier Wochen geboren wurden, dass man sie als „Fisch“, „Widder“ oder Steinbock“ bezeichnet? Ich kenne viele Menschen, die alle dasselbe Tierkreiszeichen haben, aber grundlegend unterschiedlich sind. Und dann wollte ich immer schon wissen, warum Zeitungen und Zeitschriften behaupten, die Zukunft aller „Waage“-Geborenen sieht im kommenden Monat oder Jahr soundso aus, d. h. der Blick in die Zukunft war mir immer ein Rätsel. Nachdem ich mich daran gemacht habe, aus zahlreichen Büchern, vor allem denen von Wolfgang Döbereiner, mir dieses Wissen anzueignen, ist mir die Komplexität, aber auch die Richtigkeit dieses inzwischen verblassenden Wissens klar geworden.

Als ich vor 18 Jahren die Ausbildung zur Terlusollogin gemacht habe, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, jetzt findet sich alles an einem Punkt zusammen, was ich in vielen Bereichen im Leben getan habe. Dieser Eindruck ist durch die Beschäftigung mit der Astrologie noch verstärkt worden. Wenn ich also „Coaching“ anbiete, bezieht sich das Angebot auf alle genannten Bereiche, geht aber von dem Punkt aus, der Ihnen wichtig ist und den Sie mir bei einem ersten Kontakt nennen.